Die Loveparade in Duisburg wird zur Tragödie: 21 Menschen verlieren ihr Leben. Die Malteser aus Saarbrücken leisten Hilfe am Unglücksort.

Archivbild

Malteser im Übungseinsatz

Der Malteser Hilfsdienst aus dem Saarland schickt am vergangenen Freitag 19 Helfer zur Unterstützung des Sanitätsdiensts zur Loveparade nach Duisburg. Die Saarländer sind als „Reserve“ eingeteilt und nur wenige hundert Meter von dem Unglücksort entfernt stationiert. Am Samstagnachmittag werden sie zu einem Einsatz in den Tunnel gerufen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Lage noch völlig unklar. Schnellstmöglich eilen die Saarländer zum Unglücksort. Es ist schwer, sich durch die Menschenmenge einen Zugang zu verschaffen. Als die ersten Helfer vor Ort eintreffen, werden sie aufs äußerste gefordert.

Neben einigen anderen Helfern sind die Saarländer als erste Sanitätseinheit im Tunnel. Mit der Unterstützung der Polizei richten sie eine improvisierte Behandlungsstelle ein. Uwe Christmann, Landesgeschäftsführer der Malteser im Saarland, berichtet: „Es haben sich dramatische Szene abgespielt. Einige Helfer haben versucht, leblose Menschen zu reanimieren, andere haben Menschen aus einer Traube von Körpern herausgezogen.“

Am 12. Januar 2010 ereignet sich ein katastrophales Erdbeben in Haiti. Sofort beginnt der vermutlich komplexeste internationale Einsatz für zivile Rettungskräfte.

Straßenbild nach dem Erdbeben auf Haiti (Bild: Getty Images / News)

Die ersten Meldungen über das Beben gehen mit einer Tzunami-Warnung für große Teile der Karibik einher. Vermutlich ist die Tzunami-Warnung der Grund, weshalb die Meldung sofort verbreitet wird. Während die Tzunami-Warnung nach kurzer Zeit aufgehoben wird, kommen erste Hilfeersuchen über das Internet. Meldungen über ein eingestürztes Krankenhaus sowie den zerstörten Präsidentenpalast halten in der Nacht den Fokus des öffentlichen Interesses auf Haiti. Das eigentliche Ausmaß der Katastrophe wird jedoch erst im Laufe der kommenden Stunden und Tage deutlich.

Die internationale Hilfe läuft sofort an. Aus vielen Ländern machen sich “Search and Rescue Teams” (SAR Teams), Rettungshundestaffeln und medizinisches Personal auf den Weg nach Haiti. Aus Deutschland kommen z. B. ein Rettungsteam der I.S.A.R. Germany und das Technische Hilfswerk (THW) mit Spezialisten zur Wasseraufbereitung zum Einsatz.

Vor etwa zwei Stunden ereignet sich ein ein starkes Erdbeben auf Haiti. Es werden schwere Schäden aus der Hauptstadt gemeldet.

Archivbild (Trümmer)

Nach ersten Informationen liegt die Hauptstadt in Trümmern. Mehrere Häuser sind in Erdspalten verschwunden, ein Krankenhaus und der Präsidentenpalast sind eingestürzt. Ganze Teile des Landes sind zunächst nicht erreichbar. Bisher gibt es noch keine Angaben über Personenschäden oder das genaue Ausmaß der Katastrophe. Es liegen uns auch noch keine Informationen darüber vor ob Touristen betroffen sind. Die zuständigen Behörden rufen eine Tsunamiwarnung aus. Davon betroffen sind Teile Haitis, der Dominikanischen Republik, den Bahamas sowie Kuba.

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